CHIROPRAKTIK – EINE DISZIPLIN DER WISSENSCHAFTLICHEN HEILKUNDE
 
Was ist Chiropraktik?
Woher kommt die Chiropraktik?
Wann zum Chiropraktor?
Wie verläuft die Behandlung?
Erfolgreiche Chiropraktik!?!
Welche Ausbildung hat die Chiropraktorin / der Chiropraktor?
Die Stellung der Chiropraktorinnen und Chiropraktoren:
Direkte Konsultation ohne Überweisung:
 
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Was ist Chiropraktik?
Die Chiropraktik befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Funktionsstörungen und
Schmerzen des Bewegungsapparates sowie mit den biomechanischen und neurophysiologischen Folgen
dieser Störungen.
 
Die Wirbelsäule, das Becken und die peripheren Gelenke spielen dabei auf diagnostischer und
therapeutischer Ebene eine zentrale Rolle.
 
Bei der Behandlung werden Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und daraus entstehende
Verkrampfungen der Muskeln sowie Schmerzen gelindert oder behoben.
 
Die Chiropraktik hat Wesentliches dazu beigetragen, dass die Wirbelsäule als wichtiger Krankheitsfaktor
betrachtet wird: reflektorisch können von Chiropraktorinnen und Chiropraktoren oft auch tiefer liegende
Organe positiv beeinflusst werden.
 
Im Kreise der wissenschaftlich anerkannten Heilberufe nimmt die Chiropraktik heute als selbständige
Disziplin eine Stellung zwischen Orthopädie, Neurologie, Rheumatologie und innerer Medizin ein.
 
Als eigenständige Heilmethode hat die Chiropraktik im heutigen Gesundheitswesen die wichtige Aufgabe,
Patientinnen und Patienten auf natürlichem Wege (ohne Chirurgie und in der Regel ohne Medikamente)
zu helfen.
 
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Woher kommt die Chiropraktik?

Bereits im alten China, in Ägypten, in Indien und in der klassischen Antike wurden wirbelsäulenbedingte
Leiden mit Handgriffen an der Wirbelsäule und am Becken behandelt.
 
Daniel David Palmer und Bartlett Joshua Palmer haben Ende des 19. Jahrhunderts in den USA die
chiropraktischen Massnahmen zur Behebung reversibler funktioneller Störungen des Wirbelsäulen-
funktionsgefüges neu entdeckt. Sie haben sie gegründet, haben sie systematisiert und zu einer
wirksamen
Therapie zahlreicher gesundheitlicher Beschwerden und krankhafter Vorgänge entwickelt. Das erste
Lehrinstitut für Chiropraktik, „The Palmer College of Chiropractic“, wurde um 1900 in Davenport im
Staate Iowa in den USA gegründet.
 
Ende der zwanziger Jahre kehrten die ersten Chiropraktoren von ihrer Ausbildung aus den USA in die
Schweiz zurück und erzielten Behandlungserfolge bei zahlreichen Patientinnen und Patienten, die mit
herkömmlichen Methoden zuvor erfolglos behandelt wurden.
 
Heute profitieren Patientinnen und Patienten von einer verfeinerten Chiropraktik wissenschaftlicher
Erkenntnis und einer immer erfolgreicheren Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen der Heilkunst: die
Chiropraktik ist eine Alternative und eine Ergänzung zu den medikamentösen und chirurgischen
Behandlungen vieler Störungen des Bewegungsapparates.
 
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Wann zum Chiropraktor?
Die Chiropraktorinnen und Chiropraktoren diagnostizieren und behandeln Störungen der Statik
(Körperhaltung) und Dynamik (Bewegungsablauf) des gesamten Bewegungsapparates,
insbesondere auch der Wirbelsäule.
 
Zu solchen Störungen kommt es nach kurzen oder längeren Fehlbelastungen der Muskulatur, Sehnen
und Gelenke, aber auch bei ungenügender Fitness mit muskulären Schwächen und Verkürzungen sowie
nach Unfällen oder Krankheiten bei Patientinnen und Patienten jeden Alters, oft ungeachtet ihrer
Tätigkeiten.
 
Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und der Nervenfunktionen, Verkrampfungen der Muskeln und
Schmerzzustände werden von Chiropraktorinnen und Chiropraktoren gelindert oder behoben.
 
Neben  lokalen Beschwerden des Bewegungsapparates behandelt er auch davon ausgehende Störungen
wie zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Tinnitus, ausstrahlende Schmerzen in den Armen und Beinen
oder Pseudo-Herzbeschwerden bei Rippenblockaden. Auch gewisse Formen der Diskushernien und die
Folgen von Schleudertraumata liegen im Behandlungsbereich der Chiropraktik.
 
In bestimmten Fällen können durch neurophysiologische Reflexe Herz-, Verdauungs-, Atmungs- und
Kreislauffunktionen günstig beeinflusst werden.
 
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Wie verläuft die Behandlung?
Am Anfang jeder Behandlung steht das ausführliche Aufnehmen der gesamten Krankengeschichte und die
sorgfältige Untersuchung mit klinischen, radiologischen und labortechnischen Methoden. Damit werden
Beschwerden erfasst, die manuell behandelt werden können und andere ausgeschlossen, die diesen
Behandlungen nicht zugänglich sind.
 
Die chiropraktische Manipulation besteht im wesentlichen aus einer spezifischen, mit einem minimalen
Kraftaufwand ausgeführten manuellen Einwirkung auf ein Gelenk, das in seiner Funktion gestört ist.
 
Dabei wird das blockierte Gelenk leicht über seine normale aktive Beweglichkeit hinausbewegt, ohne dass
Kapsel, Bänder oder andere Weichteile verletzt oder beeinträchtigt werden. So kann die Gelenkfunktion
sofort oder mit einer gewissen Verzögerung wiederhergestellt werden.
 
Die rasche, mit einem genau dosierten Impuls ausgeführte Bewegung ist oft mit einem hörbaren Knacken
verbunden, wobei die Behandlung im allgemeinen schmerzfrei ist.
 
Die chiropraktische Tätigkeit beinhaltet Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung.
Dies umfasst ein weites Gebiet ausserhalb der eigentlichen manuellen Behandlung und schliesst auch
die Beratung der Patientinnen und Patienten in Bezug auf eine Lebensweise ein, die den Ansprüchen ihres
Bewegungsapparates besser gerecht wird.
 
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Erfolgreiche Chiropraktik!?!
Viele Langzeituntersuchungen haben sich mit dem Erfolg verschiedener Therapien von Wirbelsäulen- und
Gelenkbeschwerden und von davon ausgehenden Störungen befasst. Sie haben gezeigt, dass die
Behandlung durch die Chiropraktorinnen und Chiropraktoren kostengünstig ist, unnötige Operationen
vermeiden hilft und die körperliche Einsatzbereitschaft rascher wiederherstellt.
 
Auch bei vorsichtiger Wertung der vorliegenden Studien darf festgestellt werden, dass die Chiropraktik
den täglichen Medikamentenbedarf zahlreicher Patientinnen und Patienten deutlich zu mindern vermag.
Somit wird auch das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen verkleinert.
 
Die Chiropraktik ist in vielen Fällen von Störungen des Bewegungsapparates und deren Konsequenzen
die geeignetste Therapie: eine stetig wachsende Zahl von Erwachsenen und Kindern, Sportlern und
Berufsleuten profitiert heute davon.
 
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Welche Ausbildung hat die Chiropraktorin / der Chiropraktor?
In der Schweiz wird die Chiropraktik nicht gelehrt. Angehende Chiropraktotinnen und Chiropraktoren
studieren deshalb an einer vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannten chiropraktischen
Fachhochschule in den USA oder Kanada. Voraussetzung für das zehn- bis zwölfsemestrige Studium im
Ausland ist ein abgeschlossenes Vorstudium in der Schweiz, das erste medizinische Propädeutikum.
 
Nach dem Studium im Ausland folgt eine mindestens zweijährige klinische Assistenzzeit in der Schweiz mit
regelmässigen Kursen am Schweizerischen Institut für Chiropraktik (SCI), das von der Schweizerischen
Chiropraktoren-Gesellschaft  (SCG) in Bern betrieben wird. Das interkantonale Staatsexamen schliesst
die Ausbildung ab.
 
Mit dieser Ausbildung ist die Chiropraktorin und der Chiropraktor als Spezialist bestens qualifiziert für die
Behandlung von Leiden, die in diesen Bereich fallen.
 
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Die Stellung der Chiropraktorinnen und Chiropraktoren:

Die Chiropraktorinnen und Chiropraktoren sind befugt, nach eigener Diagnose und auf eigene
Verantwortung Patienten zu behandeln. Dies setzt die Fähigkeit voraus, alleine zu beurteilen, ob die
Behandlung eines Patienten tatsächlich in das chiropraktische Zuständigkeitsgebiet fällt.
Chiropraktorinnen und Chiropraktoren müssen also auf diagnostischem und differential-diagnostischem
Gebiet alle Kompetenzen haben, um zu einer klaren Indikation zu kommen oder eine teilweise oder
gänzliche Gegenindikation auszuschliessen.
 
Die schweizerischen Gesetze anerkennen die Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, den Titel Dr. der
Chiropraktik, als Medizinalpersonen und als selbständige Vertreter der Heilkunde.
 
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Direkte Konsultation ohne Überweisung:
Die Kosten für die chiropraktische Behandlung werden durch die Grundleistungen der Krankenversicherungen
gedeckt oder von Unfall- , Militär- und Invalidenversicherung übernommen. Diese sind in der Schweiz
obligatorisch, und es braucht deshalb keine Zusatzversicherung für die Behandlung bei
Chiropraktorinnen und Chiropraktoren.
Jede Patientin und jeder Patient kann sich direkt und ohne Überweisung durch einen Hausarzt oder
Spezialarzt für eine Untersuchung und Behandlung bei einer Chiropraktorin oder einem Chiropraktoren
anmelden. Die einzige Ausnahme sind die Hausarztmodelle, wo Patientinnen und Patienten immer nur den
Hausarzt aufsuchen dürfen.